Höchster Schutzstatus und Meldepflicht für Lygodactylus williamsi nach WA Anhang 1


Warum Schutzstatus und Meldepflicht 

Ab 20.12.2014 standen die Lygodactylus williamsi im Anhang B der EU-Artenschutzverordnung. Damit wurde bereits Ende 2014 der Himmelblaue Zwergtaggecko unter besonderen Schutz gestellt. Er gehört durch illegale Wildfänge und die immer weiter fortschreitende Verkleinerung des Lebensraumes zu den vom Aussterben bedrohten Arten.

Lygodactylus williamsi kommen ausschließlich im Kimboza-Forest in Tansania vor. Sie besiedeln dort Schraubenbäume (Pandanus), die nur einen kleinen Teil der Bepflanzung dieses Naturgebiets ausmachen. Mittlerweile ist dreiviertel des Bestandes des Himmelblauen Zwergtaggeckos bereits abgesammelt und der Bestand ist dramatisch gesunken.


Seit 2014 

Auf der 17. Artenschutzkonferenz in Johannesburg (Südafrika) im Oktober 2014 berieten ungefähr 200 Staaten über die Zukunft bedrohter Tier- und Pflanzenarten. Tausende Tierarten – Säugetiere, Reptilien, Vögel, Fische – stehen auf der Liste der meistgefährdeten Arten. Das bedeutet: Jeglicher Handel damit ist verboten. Dazu zählt neben z.B. Tigern, Nashörnern, bestimmten Schildkröten auch der Lygodactylus williamsi .

Doch trotz des Abkommens – der illegale Handel boomt.


Also: 

 Kaufen Sie nur deutsche Nachzuchten! 


Besitz- und Vermarktungsverbot des Himmelblauen Zwerggeckos

Grundsätzlich dient das Washingtoner Artenschutzübereinkommen (CITES) dem Schutz wildlebender Arten. Aber natürlich sind auch Privathalter davon betroffen Lygodactylus williamsi unterliegt als gelistete Art im CITES-Anhang-I-einem Besitz- und Vermarktungsverbot. Nachzuchten sind davon grundsätzlich ausgenommen.

Das bedeutet:

Was muss der Halter dieser Tierart beachten? 

Jeder Halter ist verpflichtet, seinen aktuellen Bestand dieser Art bei der zuständigen Behörde zu melden und auch alle zukünftigen Zu- und Abgänge mitzuteilen.

Außerdem muss für den Handel mit Nachzuchten eine Vermarktungsgenehmigung beantragt werden, deren Gebühr vom jeweiligen Bundesland in einer Gebührenordnung festgelegt wird.


Anmeldung 

Die Meldung muss bei der jeweils zuständigen unteren Naturschutzbehörde erfolgen.


Was sollte ein Käufer
beachten?
 

Der Verkäufer muss die Vermarktungsgenehmigung und einen Herkunftsnachweis mitgeben auf dem auch die Behörde angegeben ist, bei der das Tier angemeldet wurde.

Seit Dezember 2017 ist eine Fotodokumentation erforderlich!!

Bundesamt für Naturschutz:

"... Erteilung von Vermarktungsbescheinigungen: Beim Antrag auf Erteilung von Bescheinigungen als Ausnahme vom Vermarktungsverbot (Art. 8 Abs. 3 VO (EG) Nr. 338/97) hat der Antragsteller entsprechende Bilder beizufügen. Diese werden als Fotodokumentation Bestandteil der Bescheinigung. Diese Bescheinigungen sind transaktionsbezogene Bescheinigungen i.S.v. Art. 11 Abs. 3 2. Unterabsatz VO (EG) Nr. 865/2006, die für die mehrfache Vermarktung im ausstellenden Mitgliedstaat gültig sind.

Bescheinigungen ohne Fotodokumentation sollten grundsätzlich nur noch für Tiere bis zu einem Alter von 6 Monaten ausgestellt werden. Mit diesen Dokumenten ohne Fotodokumentation darf nur die einmalige Vermarktung erlaubt werden. ..."

Auf dem Foto muss die Zeichnung der Tiere beidseitig im Bereich zwischen Kopf und Vorderfüßen dokumentiert sein. Diese Zeichnung ändert sich nach dem 6. Lebensmonat nicht mehr und wird zur  Identifikation des Tieres genutzt.

Lygodactylus williamsi Zeichnungtürkisblauer Zwergtaggecko

Nach dem Kauf muss das Tier dann bei der eigenen zuständigen Behörde angemeldet werden.

Kaufen Sie keinen Lygodactylus williamsi ohne Vermarktungsgenehmigung und den Herkunftsnachweis!!!
Sollte der Verkäufer dies nicht haben, dann sollten Sie auf den Kauf verzichten.


 
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